Kartoffelmarkt: Nur mehr Restmengen oder Lagerware verkauft
Nachfrage zufriedenstellend - Keine größeren Preisbewegungen erwartet.
Wien, 22. Mai 2013 (aiz.info). - Am heimischen Kartoffelmarkt nähert sich die Saison in großen Schritten ihrem Ende, verkauft werden nur mehr Restmengen oder Lagerware der Erzeugerorganisation. Die Nachfrage hält seit den Osterfeiertagen auf zufriedenstellendem Niveau, wodurch die Mengen der Ernte 2012 nun doch zeitgemäß vermarktet werden konnten, teilt die Landwirtschaftskammer Niederösterreich mit. Auch aus dem Ausland wird von einer guten Nachfrage berichtet, dies nicht zuletzt aufgrund der knappen Angebotslage in den meisten europäischen Ländern. Der Export wurde aber zugunsten des Inlandsbedarfes zurückgestellt. Außerdem fehlen die begehrten großen Sortierungen für das Ausland.
Derzeit erwartet man die ersten Frühkartoffelmengen aus den früheren Gebieten ab dem 08.06., womit die Anschlussversorgung gegeben sein sollte. Die Bestände zeigen heuer aufgrund des üppigen Laubes zwar ein schönes Bild, die Knollen sind aber im Vergleich zum Vorjahr relativ klein. Bis zum Beginn der Frühkartoffelsaison erwartet man keine größeren Bewegungen im Preisgefüge. Für 100 kg werden EUR 20,- bis 23,- bezahlt. Die Preise für kleinpackungsfähige Premiumware mit dem AMA-Gütesiegel aus dem Weinviertel liegen stabil bei EUR 27,-.
Europaweit sind Kartoffeln derzeit sehr gefragt. Meist wurden die Lager heuer früher als sonst geräumt, gleichzeitig kommen die Frühkartoffeln verspätet auf den Markt. In Deutschland dürfte festkochende und mehlige Ware bald nicht mehr verfügbar sein. Neben der guten Inlandsnachfrage berichten deutsche Marktteilnehmer von reichlich Exportanfragen aus dem Ausland.
