Die Genossenschaft

Die Genossenschaft in Österreich

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Im deutschsprachigen Raum gilt Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 - 1888) als Begründer der Genossenschaften. Raiffeisen erkannte das Leiden der Landbevölkerung, die durch Missernten oft auf Wucherer angewiesen waren. So gründete er einen Hilfsverein zur Unterstützung unbemittelter Landwirte, bei dem die Bauern Geld ansparen, aber auch zum Ankauf von Vieh und Gerät günstig leihen konnten. So half er der Landwirtschaft und verhinderte endlich die Verelendung der bäuerlichen Bevölkerung.







Aus diesem Gedanken heraus wurde 1898 das erste österreichische Lagerhaus in Pöchlarn, von Prälat Matthäus Bauchinger, dem späteren langjährigen Obmann der Genossenschaftlichen Zentralklasse (1907 bis 1927) und Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes errichtet. Damals waren die Bauern dem Handel dermaßen ausgeliefert, dass nur ein Zusammenschluss zu einer Genossenschaft ein entsprechendes Auftreten und eine Existenzsicherung zuließ. Der Zusammenschluss war darauf begründet, dass auf der einen Seite gemeinsam Betriebsmittel eingekauft wurden und auf der anderen Seite ein gemeinsamer Verkauf von Getreide und bäuerlichen Produkten betrieben wurde.

Die Genossenschaftsidee setzt sich durch

Die Gründung des Verbandes ländlicher Genossenschaften in Niederösterreich

Der von einem 24gliedrigen Komitee des zweiten niederösterreichischen Raiffeisentages am 9. August 1898 gefasste Beschluss der Schaffung einer zentralen Geldausgleichsstelle durch Gründung der Niederösterreichischen Genossenschafts-Zentralkasse in Wien war gleichzeitig das Signal, die damals bereits bestehenden acht niederösterreichischen Lagerhausgenossenschaften in einen Verband ländlicher Genossenschaften zusammenzuschließen und so ein bereits dringend aktuell gewordenes Erfordernis der Konzentration des gesamten genossenschaftlichen Geld- und Kreditwesens sowie des Verkaufes landwirtschaftlicher Bodenprodukte und des Einkaufes landwirtschaftlicher Betriebsmittel zu realisieren.

Damit war der Grundstein für die künftige Aufwärtsentwicklung der niederösterreichischen Lagerhausorganisation gelegt.

Vorangegangen waren die bereits in anderem Zusammenhang erwähnten freien Vereinigungen, die sich fallweise mit dem Verkauf von Erzeugnissen und der Beschaffung verschiedener Betriebsmittel beschäftigten und vom Niederösterreichischen Landtag damals auf Antrag von Dr. Josef Ritter Mitscha-Märheim eine vielfältige Förderung erfuhren. In diesem Zeitabschnitt bestanden auch auf Grund des Vereinsgesetzes vom 15. November 1867 politische bäuerliche Vereinigungen, von denen etwa der im Jahre 1885 in Zwettl gegründete "Bauernverein für das Viertel ober dem Manhartsberg" als Beispiel angeführt werden kann.

Heutige Bedeutung für die Landwirte

  • Versorgung mit Betriebsmitteln (auch in schwierigen Zeiten)
  • Abnahme von Getreide, Mais, Holz, Obst, etc.
  • Zahlungssicherheit eines Lagerhauses, noch kein Lagerhaus ist in Konkurs gegangen
  • Ein Ansprechpartner für ALLE Belange des täglichen Lebens (Agrar, Technik, Bauen,...)

Lagerhaus Mostviertel Mitte eGen mbH

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Als Genossenschaft sind die Eigentümer Anteilseigner, in unserem Fall Mitglieder genannt. Diese Mitglieder wählen alle 4 Jahre Vertreter in den Vorstand und Aufsichtsrat. Der oberste Vertreter der Mitglieder ist der Obmann. Unser Obmann, Thomas Achleitner wohnt in Zarnsdorf  bei Steinakirchen, ist Babyferkelproduzent und hat zwei Stellvertreter. Die beiden Stellvertreter sind Johannes Zuser aus Mank und Ing. Barkus Brankl aus Maria Taferl. Christine Wieser, Milchviehbäuerin in Gresten, ist Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat ist das Kontrollorgan der Genossenschaft. Diese vier Spitzenfunktionäre bilden gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Dir. Ernst Rechenmacher, das Management-Team des Raiffeisen-Lagerhauses Mostviertel Mitte und geben die Strategie der Genossenschaft vor.

Eine Genossenschaft in Österreich ist grundsätzlich wie folgt aufgebaut:

  • Mitglieder (in Mostviertel Mitte ca. 3.900)
  • Funktionäre (55)
    • Aufsichtsrat (16)
      • Vorsitzender des Aufsichtsrates (1)
    • Vorstand (39)
  • Obmann (1) und zwei Stellvertreter (Obmann ist in der Genossenschaft das höchste Organ)
  • Geschäftsführer (1)