Kartoffelernte in vielen heimischen Regionen bald vor dem Abschluss

Inlandsabsatz auf zufriedenstellendem Niveau - Preise stabil.

Wien, 25. September 2018 (aiz.info). - In der vergangenen Woche wurden in Österreich die Erdäpfel-Rodearbeiten bei schönem Herbstwetter zügig fortgesetzt. In vielen Regionen ist die Ernte auch schon weit fortgeschritten und dürfte bald vor dem Abschluss stehen. Die befürchtet schwachen Hektarerträge haben sich mit fortschreitender Ernte vielerorts bestätigt. Die einzige positive Ausnahme ist das Waldviertel, hier scheinen sich die Ertragseinbußen doch in Grenzen zu halten, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. Massive Probleme gibt es weiterhin mit Drahtwurmbefall und diversen anderen Qualitätsbeeinträchtigungen. Angesichts des erwarteten positiven Preisverlaufes dürften die Landwirte derzeit wohl auch qualitativ bessere Partien selbst einlagern.
 

Mit der Absatzsituation ist man für diese Jahreszeit durchaus zufrieden. Der Inlandsabsatz läuft auf saisonüblich zufriedenstellendem Niveau. Es gibt auch weiterhin jede Menge an Exportanfragen. Die Preise liegen stabil auf dem Vorwochenniveau. In Niederösterreich wurden zu Wochenbeginn für mittelfallende Ware meist 18 Euro/100 kg bezahlt, für Übergrößen zwischen 15 und 18 Euro. In der Steiermark und in Oberösterreich liegen die Erlöse unverändert bei 20 beziehungsweise 22 Euro/100 kg. Nach dem Ende der Einlagerung geht man derzeit von einem festen Preisverlauf aus.
 

Auch in Deutschland bleibt der Speisekartoffelmarkt trotz frühem Beginn der Haupternte ungewöhnlich stabil. Die Preise zeigen keine Anzeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Im Südwesten der BRD, wo ein hoher Zufuhrbedarf besteht, sind die Preise in der vergangenen Woche deutlich gestiegen und erreichen in der Spitze bereits 28 bis 30 Euro/100 kg. Es wird immer wahrscheinlicher, dass 2018 frühere Trockenjahre noch in den Schatten stellt. Selbst auf intensiv beregneten Flächen bleiben die Erträge hinter den Erwartungen zurück. Freie Verarbeitungsware ist extrem gefragt und wird es in den kommenden Monaten wohl auch bleiben.