Mutterlose Kitz- und Lämmeraufzucht erfolgreich managen

Erzeugnisse aus der Milchschaf- und Milchziegenhaltung erfreuen sich in den letzten Jahren bei den Konsumenten immer größerer Beliebtheit

LammLammLamm[1481805071073939.jpg]
© pixabay
Die Wirtschaftlichkeit eines Betriebes erfordert ein optimales Herden- und Fütterungsmanagement, im Vordergrund stehen hohe Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistungen, hohe Milchleistung und eine stabile Tiergesundheit bei angepasstem Einsatz qualitativ hochwertiger Futtermittel.
Möglichst viel verkaufsfähige Milch zu produzieren ist das vorrangige Ziel für den einzelnen Betrieb, jedoch stellt sich auch jedes Jahr die Frage, wie die anfallenden Lämmer wirtschaftlich und effizient aufgezogen werden können. Die mutterlose Aufzucht mit Milchaustauscher ist meist die Methode der Wahl. Einen kurzen Überblick welche wichtigen Punkte Sie dabei beachten sollten, finden Sie hier.

Optimale Versorgung während der Trächtigkeit hat einen wesentlichen Einfluss auf die Ablammergebnisse

Die bedarfsgerechte Fütterung von Muttertieren in den einzelnen Leistungsphasen nimmt eine zentrale Rolle in der Produktion ein. Sowohl eine Unter- als auch Überversorgung gilt es zu vermeiden und die Körperkondition der Tiere sollte daher ständig beobachtet werden. Körperreserven die während der Laktation abgebaut wurden, müssen bis zum Zeitpunkt der Belegung aufgebaut werden. Die Tiere sollten sich bereits wieder in einer positiven Energiebilanz befinden.

Eine Verfettung der Muttertiere oder Unterversorgung mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wirken sich in den ersten Trächtigkeitswochen negativ auf das Plazentawachstum aus und mindern die embryonale Überlebensrate. Sinkt die Anzahl aufgezogener Lämmer je Muttertier von 2 auf 1,5, halbiert sich in etwa der erreichbare Deckungsbeitrag.

Im letzten Trächtigkeitsmonat verringert sich die Futteraufnahme von voluminösem Grundfutter durch den hohen Platzbedarf der Föten. Die ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung in dieser Zeit ist wichtig für die optimale Entwicklung der Lämmer und des Euters, die zusätzliche Gabe von 0,2-0,4 kg Kraftfutter pro Tier und Tag ist daher empfehlenswert. Mangelhafte Ernährung in der Hochträchtigkeit kann zu starkem Körpersubstanzabbau und damit verbundener Trächtigkeitstoxikose führen, die Milchleistung in der folgenden Laktation ist verringert.

[1481804621228739.jpg][1481804621228739.jpg][1481804621228739.jpg][1481804621228739.jpg]
© Garant

Süß, sauer, warm oder kalt und vor allem wie viel und wie oft?

Nach der Geburt muss innerhalb der ersten vier Stunden die Kolostrumaufnahme (Biestmilch) sichergestellt werden. Ein Vorrat an tiefgefrorener Biestmilch (300 ml pro Portion) von eutergesunden Tieren aus dem eigenen Bestand sollte für den Notfall vorhanden sein. Eine Gabe von 30-40 ml Kolostrum pro Kilogramm Körpergewicht je Gabe ist zu empfehlen. Ab dem zweiten bis dritten Lebenstag werden die Lämmer von der Mutter abgesetzt und langsam auf Milchaustauschfutter umgestellt, wobei die enzymatische Verdauung der veränderten Milchzusammensetzung drei bis vier Tage Zeit benötigt um sich anzupassen.

Als Aufzuchtmethode kommen je nach Möglichkeiten (BIO Richtlinien beachten!) und Bezugsquellen am Betrieb Milchaustauscher oder Kuhmilch (bei Ziegen) in Frage. Bei Milchaustauschfutter sind hohe Anteile an Magermilchpulver und einwandfreie Qualität entscheidende Kriterien, Lactose und Monosaccharide sollten die einzigen Kohlehydratquellen sein. Die Milch kann warm (35-39 °C) oder kalt getränkt werden, wobei bei der Zubereitung einer Kalttränke eine Ansäuerung erfolgen muss. Bei der Verwendung von Milchaustauscher (MAT) sollte die angegebene Konzentration der Tränke eingehalten werden. Die Einsatzempfehlung variiert von 130-200 g Milchaustauschpulver je Liter Wasser, wobei die Anrührtemperatur von 45-55°C zum vollständigen Lösen des MAT, auch bei anschließender Kalttränke, erforderlich ist. Im Durchschnitt wird für ein Kilogramm Zunahme an Lebendgewicht bei Ziegenkitzen eine MAT-Menge von ca. 1,3 kg bzw. 11 kg Tränke benötigt (beim Einsatz von 130 g MAT je Liter Wasser). Tränkemenge und -häufigkeit variieren je nach Betrieb. Für die Verabreichung der Tränke bieten sich verschiedene technische Einrichtungen an.

Bei geringer Tierzahl sind Tränkeeimer mit Saugern ideal, bei größeren Beständen haben sich in der Praxis aus arbeitswirtschaftlichen Gründen Rinnentränke sowie Halb- und Vollautomaten durchgesetzt. Bei rationierter Fütterung wird die Milchmenge nur langsam gesteigert, empfohlen sind drei bis vier Mahlzeiten in der ersten Lebenswoche (ca. 0,8 l) und zwei bis drei Mahlzeiten ab dem siebten Lebenstag und eine Steigerung der verabreichten Milchmenge auf ca. drei Liter. Ad libitum Tränkeautomaten entsprechen den physiologischen Bedingungen am besten, da sie viele kleine Mahlzeiten ermöglichen und dadurch Blähungen verringern. Der natürliche Saugreflex wird befriedigt und der Schlundrinnenreflex ausgelöst, dadurch wird das schluckweises "fressen" der Milch und somit die Gefahr von Durchfällen durch sogenanntes Pansentrinken verhindert. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass die Tränke nie leer wird. Ansonsten ist die Gefahr des Überfressens bei Neuangebot sehr hoch und Verdauungsstörungen wären die Folge. Die zusätzliche Ausstattung mit einer tierindividuellen Erkennung mittels Transponder ist zwar mit Investitionskosten verbunden, ermöglicht aber, den Lämmern eine definierte Milchmenge pro Tag in entsprechenden Maximalportionen zuzuteilen. Dadurch kann der Milchverbrauch optimiert und jedes Tier einzeln, entsprechend seinem Bedarf versorgt werden.

Eine konstante Milchtemperatur, hygienisches Arbeiten und regelmäßiges Reinigen sind genauso wichtig für eine erfolgreiche Aufzucht, wie das Futter für das Sie sich entscheiden. Ab der zweiten Lebenswoche kann pelletiertes Kraftfutter mit einem Rohproteingehalt von 17-18 % und schmackhaftes Heu zur freien Aufnahme angeboten werden. Eine reduzierte MAT-Konzentration gegen Ende der Milchphase und die kontinuierlich abnehmende Milchmenge in der letzten Tränkewoche stimulieren zusätzlich die Festfutteraufnahme. Beim Absetzen sollten die Tiere bereits 200-300 g Kraftfutter pro Tag aufnehmen um einen Wachstumseinbruch zu verhindern.

Exklusiv im Lagerhaus

Garant Logo[1430124167077525.jpg]
© Garant
Kommen Sie in Ihre Filiale des Raiffeisen-Lagerhaus Mostviertel Mitte unsere Agrar-Fachmitarbeiter beraten Sie gerne.
Array ( [0] => Array ( [G_KDNR] => Array ( [0] => 26100989 ) [G_FUNKTION] => Array ( [0] => Garant-Agrar-Aussendienst ) [G_RANK] => Array ( [0] => 500 ) [G_HAUPTKONTAKT] => Array ( [0] => 999 ) [G_ABTEILUNG] => Array ( [0] => ) ) )

Matthias Hösch

Garant-Agrar-Aussendienst
0676/839 09 246

Pöchlarn

Raiffeisen-Lagerhaus Mostviertel Mitte eGen

3380 Pöchlarn, Bahnstraße 3-5
http://www.lagerhaus-mostviertelmitte.at

Array ( [0] => Array ( [G_KDNR] => Array ( [0] => 26001397 ) [G_FUNKTION] => Array ( [0] => Betriebsleiter ) [G_RANK] => Array ( [0] => 500 ) [G_HAUPTKONTAKT] => Array ( [0] => 1 ) [G_ABTEILUNG] => Array ( [0] => ) ) )

Martin Tanzer

Betriebsleiter
07487/2238
07487/2238-22

Gresten

Raiffeisen-Lagerhaus Mostviertel Mitte eGen

3264 Gresten, Bahnhofstraße 10
http://www.lagerhaus-mostviertelmitte.at

Array ( [0] => Array ( [G_KDNR] => Array ( [0] => 26001391 ) [G_FUNKTION] => Array ( [0] => Betriebsleiter ) [G_RANK] => Array ( [0] => 502 ) [G_HAUPTKONTAKT] => Array ( [0] => 1 ) [G_ABTEILUNG] => Array ( [0] => ) ) [1] => Array ( [G_KDNR] => Array ( [0] => 26100981 ) [G_FUNKTION] => Array ( [0] => Betriebsleiter ) [G_RANK] => Array ( [0] => 502 ) [G_HAUPTKONTAKT] => Array ( [0] => 1 ) [G_ABTEILUNG] => Array ( [0] => ) ) )

Ing. Hans-Peter Schwarzschachner

Betriebsleiter
07489/2702-20
0676 83 909 214
07489/2702-22

Purgstall

Raiffeisen-Lagerhaus Mostviertel Mitte eGen

3251 Purgstall, Ellershofstraße 1
http://www.lagerhaus-mostviertelmitte.at

Array ( [0] => Array ( [G_KDNR] => Array ( [0] => 26102238 ) [G_FUNKTION] => Array ( [0] => ) [G_RANK] => Array ( [0] => 500 ) [G_HAUPTKONTAKT] => Array ( [0] => 1 ) [G_ABTEILUNG] => Array ( [0] => Getränkemarkt ) ) [1] => Array ( [G_KDNR] => Array ( [0] => 26001394 ) [G_FUNKTION] => Array ( [0] => Betriebsleiter ) [G_RANK] => Array ( [0] => 999 ) [G_HAUPTKONTAKT] => Array ( [0] => 1 ) [G_ABTEILUNG] => Array ( [0] => ) ) [2] => Array ( [G_KDNR] => Array ( [0] => 26100984 ) [G_FUNKTION] => Array ( [0] => ) [G_RANK] => Array ( [0] => 999 ) [G_HAUPTKONTAKT] => Array ( [0] => 1 ) [G_ABTEILUNG] => Array ( [0] => ) ) )

Hubert Essletzbichler

Betriebsleiter
07488/71 393-35
0676 83 909 222
07488/71 393-35-14

Steinakirchen

Raiffeisen-Lagerhaus Mostviertel Mitte eGen

3261 Steinakirchen, Am Burgersteg 5
http://www.lagerhaus-mostviertelmitte.at